Projektbeschrieb

 

Was zum Teufel ist schön?
Vom grenzenlosen Schönheitswahn zur bunten Vielfalt

 

Mit ihrem Projekt „Was zum Teufel ist schön?“ hinterfragt die BunteBühne.ch in fantasievoller Weise gängige Schönheitsideale. In einer szenischen Modeschau präsentieren 12 Frauen ihre Vorstellungen von Schönheit oder unterlaufen diese mit Schalk und Ironie. Dazu verwenden sie Kostüme, die sie selbst ausgesucht oder entworfen haben. Untermalt wird die Modeschau von frechen, kratzbürstigen und sinnlichen Frauenliedern.

 

Der innovative Ansatz dieses Projektes («Kranke» und «Gesunde» zusammen) ermöglicht es den Teilnehmerinnen sowie dem Publikum wie auch einer erweiterten Öffentlichkeit, je gegenseitige neue Sichtweisen zu entdecken, neue Erkenntnisse zu gewinnen.

 

Die Teilnehmerinnen entwickeln unter der Leitung von Kathrin Oplatka (Musikerin und Theaterpädagogin) und Gabriele Ochsenbein (Regieassistentin und Theaterpädagogin) improvisierend kleine Szenen, die am Ende der Probenzeit zu einem Ganzen – der Modeschau – geformt werden. Dieses Ziel soll im Rahmen von sieben zweistündigen Proben im Zeitraum Mai bis Juni 2018 erreicht werden. Dr. med. Gerdi Schirl, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie begleitet dieses Projekt in beratender Funktion.

 

Die Darstellerinnen setzen sich aus Frauen mit und ohne Essstörungen zusammen. Dies entspricht dem Leitgedanken des Vereins, der mittels Kultur Brücken zwischen unterschiedlichen Menschen bauen will.

Teilnehmen werden Frauen im Übergewicht, im Untergewicht und Frauen im Normalgewicht. Für die an Anorexie erkrankten Frauen wird ein BMI von mindestens 17.5 verlangt. Alle an Essstörungen leidenden Frauen verpflichten sich, vor Projektbeginn die Zustimmung der behandelnden Psychologin einzuholen. Diese Massnahmen erhöhen die Sicherheit für die Durchführbarkeit des Projekts und geben eventuell den untergewichtigen Frauen einen Ansporn zum Zunehmen.

Während der Proben wird das Thema Essstörung jedoch nicht behandelt; das Ziel ist, losgelöst von therapeutischen Ansprüchen eine spannende, bereichernde und fröhliche Zeit miteinander zu verbringen.

 

Das Projekt will nicht nur mit Fantasie und Witz den Zuschauenden einen Spiegel vorhalten und damit normative Schönheitsideale hinterfragen. Es soll auch den teilnehmenden Frauen im Sinne der BunteBühne.ch eine Möglichkeit zum Kennenlernen und Austausch bieten und die Solidarität unabhängig von Herkunft, Alter und Erscheinungsbild stärken. Nicht zuletzt möchte das Programm «Was zum Teufel ist schön?» zur Auseinandersetzung mit dem Thema Schönheit und Körperlichkeit anregen, in der Hoffnung, sowohl bei den Teilnehmerinnen wie auch bei den Zuschauern zur Prävention von Essstörungen beizutragen.

 

Organisation der Zusammenarbeit / Einbindung des Publikums

Die Proben werden von Kathrin Oplatka und Gabriele Ochsenbein durchgeführt. Sie werden sensibel geleitet und bieten gleichzeitig viel kreativen Freiraum für die Teilnehmerinnen. Da nicht im Voraus klar ist, welche Begabungen und Schwierigkeiten von den Frauen mitgebracht werden, kann sich das Stück erst im Lauf der Zeit konkretisieren. Neben einem festgelegten Ablauf werden deshalb auch improvisatorische Momente Platz haben. Damit das Publikum nicht ausschliesslich passiv bleibt, sollen auf freiwilliger Basis von einzelnen Zuschauern humoristische Fragen in Form von kleinen Interviews beantwortet werden.

 

Aufführungen / Hauptprobe

Samstag, 30.06.2018 9:00 -12:00 Uhr

 

Hauptprobe

 

Samstag, 30.06.2018

19.00 Uhr

Aufführungen im Sonnensaal, Herzogenbuchsee

 

 

 

Sonntag, 01.07.2018

17.00 Uhr

 

Dauer: ca. eine Stunde


Ticketvorverkauf ab 12.06.2018 bei Optik Römmel Herzogenbuchsee

 

Erwachsene: CHF 25.00

Jugendliche ab 13 Jahren / Lernende / Studierende: CHF 15.00

Kinder bis 12 Jahren freier Eintritt

Darstellerinnen

Melanie Beutler

Laura Binz

Meret Brütsch

Ruth Buchter

Michelle Giese

Miriam Hallauer

Birgit Klause

Katharina Luggen

Evelyn Maurer- Ruf

Susanne Murer

Jessie Tola

Ursula Wagner

 

 

Projektleitung

Kathrin Oplatka

Musikerin, Theaterpädagogin

Gabriele Ochsenbein

Regieassistentin, Theaterpädagogin

LeistungsausweiseProjektleitung - Was zu
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Dr. med. Gerdi Schirl

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Beratung

"Unvollkommenheit ist Schönheit, Wahnsinn ist Genialität und es ist besser, absolut lächerlich zu sein, als total langweilig.“
Marilyn Monroe

Anmerkung der Redaktion: Marilyn war nicht nur schön, sondern intelligent und geistreich– das naive Blondchen spielte sie nur auf der Leinwand.